Geothermie oder Erdwärme ist eine echte Alternative zu konventionellen Energieformen, aber auch zur Solarenergie und Windenergie. Wie die beiden letztgenannten Energiearten ist auch die Erdwärme praktisch unerschöpflich. Anders als Sonne und Wind ist sie außerdem überall und jederzeit verfügbar und sichert damit eine stabile Energieversorgung unabhängig vom Wetter. Darüber hinaus schont Erdwärme die Umwelt und erzeugt weder einen Kohlendioxid-Ausstoß noch Smog. Ein weiterer entscheidender Vorteil liegt darin, dass bei der Energieversorgung durch Erdwärme eine relativ große Planungssicherheit in Bezug auf die Energiekosten besteht. Während bei Erdöl und Erdgas ständig schwankende Fördermengen und Weltmarktpreise für Unsicherheit sorgen und auch die Höhe der Stromkosten sehr unsicher ist, kennt der Hausbesitzer seine Erdwärmeenergie-Kosten genau. Auch dieTrotzdem hat auch die Erdwärme natürlich neben Vorteilen auch einige Nachteile, die man mit einkalkulieren sollte, bevor man sich für diese Energieform entscheidet.

Der größte Nachteil liegt in dem großen technischen Aufwand und den hohen Investitionskosten. Obwohl sich diese Kosten mit der Zeit amortisieren, sollten sie bedacht werden und es ist ratsam, eine Gesamtkostenrechnung zu erstellen, bevor die Entscheidung fällt. Wer Erdwärme zum Heizen des Hauses und für die Warmwasserbereitung einsetzt, braucht elektrischen Strom für das Betreiben der Wärmepumpe und für die zusätzliche Heizung der Räume in der kalten Jahreszeit. Gerechnet wird je nach Wärmedämmung des Hauses mit einem Drittel bis der Hälfte der insgesamt benötigten Energiemenge. Deshalb hätte zum Beispiel eine Holzpellet-Heizung eine günstigere Energiebilanz als Erdwärme, weil sie die benötigte Energie zu 100 Prozent liefern kann.

Gastbeitrag von © Velux | Bildnachweise: © Kaarsten, © synto – Fotolia.com

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