So schön urban eine Stadtwohnung auch ist, vielen Menschen fehlt es, selbst Pflanzen anzubauen. Zwar wollen sie aus ihrer städtischen Umgebung nicht wegziehen, aber dennoch das Erlebnis vom Salat, gezogen mit der eigenen Hand, in unmittelbarer Nähe zu ihrer Wohnung haben. Eine gute Möglichkeit, Stadtleben und einen eigenen Garten zu kombinieren, stellt das sogenannte Urban Gardening dar.

Urban Gardening ist sozusagen städtischer Gartenbau auf meist kleiner Fläche. Das Interesse daran ist seit einigen Jahren steigend. Vieles spricht für dieses „Hobby“, das den Homo Urbanus wieder mit der Natur verbinden kann. Zum einen weiß man so, dass das eigene Gemüse umweltschonend angebaut wurde. Die Transportwege sind kurz und man spart somit Kohlendioxid ein.

Das Respektieren des natürlichen Kreislaufes ist für viele ein weiterer wichtiger Grund. Das lokale Recycling von Kompostabfällen zur Gewinnung von besonders fruchtbarem urbanem Gartenboden spielt in den Überlegungen vieler Urban Gardener eine entscheidende Rolle.

Eine eigene Nahrungsmittelproduktion schützt einen Haushalt auch vor eventuellen Nahrungsmittelengpässen, die zum Beispiel durch Lieferschwierigkeiten entstehen können.

Urban Gardening kann sowohl in kleinen Gewächshäusern, Hochbeeten oder direkt im öffentlichen Raum um zum Beispiel Bäume in einer Allee aufgezogen werden. Abstimmung mit dem zuständigen Gartenamt wird allerdings angeraten. Guerilla Gardening wird in Städten nicht gern gesehen.

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