Die ältere Generation kann sich sicher noch an eine Zeit erinnern, wo der Möbelkauf ausschließlich im stationären Handel stattfind. Noch in den 1980er und 1990er Jahren suchte man ein Einrichtungshaus auf, wenn eine neue Küche, ein Bett, ein Kasten oder ein anderer Einrichtungsgegenstand gekauft werden sollte. Das konnte richtiggehend in Stress ausarten, da noch dazu die Geschäfte nicht so lange geöffnet hatten wie heute. Damals musste man sich nach der Arbeit ganz schön beeilen, um noch rechtzeitig in das Möbelhaus zu gelangen. Mit der Freigabe des Internet im Jahr 1990 änderte sich auch das Einkaufsverhalten. Zwar zögerten Konsumenten in den ersten Jahren noch, Waren online zu bestellen. Mit verbesserten Sicherheitsstandards und einem großen Warenangebot wurde online Shopping jedoch ab der Jahrtausendwende salonfähig. Heute nutzen die meisten User das Internet auch, um Produkte ihrer Wahl wie Möbeln zu bestellen.

Interessante Informationen zum Möbelhandel in Deutschland

Bei Möbel handelt es sich um keine Alltagsware: Man kauft nicht jede Woche oder jeden Monat neue Einrichtungsgegenstände ein. Dennoch freut sich der Möbelhandel über satte Umsätze. Hier einige interessante Fakten dazu:

•    Im Jahr 2019 wurden im gesamten Möbelhandel 34,95 Milliarden Euro umgesetzt
•    Der überwiegend größte Teil entfiel mit 31,99 Milliarden auf den privaten Markt, nur der Rest entfiel auf gewerbliche Verbraucher
•    Im Vergleich zum Vorjahr bedeutete das einen Zuwachs um 2,3 Prozent
•    Drei Viertel des Umsatzes machte der Möbelfachhandel aus, der Rest wurde von branchenfremden Unternehmen wie Baumärkte und Diskonter lukriert.
•    Der Versandhandel freute sich über einen Zuwachs. Der Anteil an im Internet bestellten Möbeln stieg von 9,3 Prozent im Jahr 2018 auf 10,1 Prozent im Jahr 2019
•    Der Online Möbelhandel erzielte in Deutschland im Jahr 2019 einen Umsatz von 4,72 Milliarden Euro

Die Gründe dafür, online Möbel zu bestellen sind unterschiedlich. Die meisten Kunden schätzen die Zeitersparnis. Hochwertig verpackt mit Materialien von kk Verpackungen werden dem Kunden die Möbel geliefert. Die Fahrt zum Einrichtungshaus entfällt ebenso wie die Parkplatzsuche. Auch die Warteschlangen an der Kassa sind beim Online Handel Geschichte.

Online Möbelkauf punktet mit vielen Vorteilen

Nur selten kauft man Möbel spontan. Vielmehr ist es üblich, sich über neue Wohntrends zu informieren und sich in verschiedenen Lifestyle Magazinen Anregungen zu holen. Beim Möbelkauf im Internet ist es möglich, sich anhand aussagekräftiger Bilder über die Vorzüge der Betten, Kästen und anderen Einrichtungsgegenständen zu informieren. Oft sieht man die Produkte ähnlich wie in einem Schauraum in ein Wohn- oder Schlafzimmer oder eine Küche eingebettet. So haben Interessenten einen Eindruck darüber, wie sich das Möbel in einem vollständig eingerichteten Zimmer macht. Außerdem bieten viele Online Shops Blogs, wo man sich über die neuesten Trends informieren kann.

Den größten Vorteil sehen Konsumenten allerdings in den unbegrenzten Öffnungszeiten der online Möbelshops. Man kann es sich nach Feierabend, an den Wochenenden oder an Feiertagen vor dem PC oder Laptop gemütlich machen und aus einem großen Warenangebot aussuchen. Viele Online Shops bieten heute auch mobile Versionen an, sodass der Möbelkauf von unterwegs über das Smartphone zum Kinderspiel wird. Ohne lange Fahrtstrecken in Kauf nehmen zu müssen kann man sich online über die besten Angebote informieren. Innerhalb weniger Sekunden ist es möglich von einem Shop zum anderen zu wechseln. Das spart nicht nur Zeit, sondern auch Benzinkosten.

Viele Kunden bemerken, dass Möbel im online Handel günstiger sind als in Filialen großer Einrichtungshäuser. Das hat nichts mit mangelnder Qualität, sondern mit den niedrigen Betriebskosten virtueller Händler zu tun. Sie müssen keine Miete für große Schauräume oder Personalkosten bezahlen. Diese Ersparnis geben sie zum Teil an Kunden weiter. Als positiv wird von Kunden auch die große Auswahl an Zahlungsmodalitäten im virtuellen Handel bewertet. Sie entscheiden sich für Kreditkarte, PayPal oder die Sofortüberweisung. Manche Anbieter akzeptieren auch Kauf auf Rechnung, auch wenn diese Zahlungsart für sie das größte Risiko darstellt. Mitunter gibt es sogar die Möglichkeit, den Kaufpreis in Raten zu bezahlen.

Es gibt auch einige Nachteile beim Online Shopping

Auch wenn die Sicherheitsmaßnahmen heute im Internet so ausgefeilt sind wie nie zuvor gibt es immer noch schwarze Schafe, die Kunden das Geld aus der Tasche ziehen. Zum Teil werden online minderwertige Waren als Markenprodukte angepriesen, manchmal werden Möbel trotz Zahlungseingang nicht geliefert. Um sich vor Cyberkriminellen zu schützen lohnt es sich vor der ersten Bestellung die Webseite genau unter die Lupe zu nehmen. Vertrauenswürdige Online Shops veröffentlichen den Namen des Geschäftsführers und den Firmensitz. Außerdem haben sich viele mit einem Gütesiegel wie Trusted Shops auszeichnen lassen und unterliegen strengen Auflagen.

Einer der Nachteile beim Online Shopping ist, dass bei der Lieferung viel Müll anfällt. Die Möbel sind in Kartons gehüllt, um sie während des Transports zu schützen. Dadurch wachsen die Müllberge an. Wichtig ist für Konsumenten, das Verpackungsmaterial richtig zu entsorgen. Die Kartons können im Rahmen der Altpapiersammlung einem Recycling-Prozess zugeführt werden. Ein weiterer Nachteil ist, dass die persönliche Betreuung im Online Handel entfällt. Zwar haben viele online Möbelshops für Fragen eine telefonische Hotline eingerichtet, mit einem persönlichen Beratungsgespräch in einem Möbelhaus kann sie jedoch nicht mithalten.

Bildnachweis: Monoar_CGI_Artis – pixabay.com

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