Sie erreichen die beeindruckende Länge von über einem Meter und sie können bis zu 70 Jahre alt werden – die Kois, die als Zierfische nicht nur in asiatischen Ländern einen hohen Stellenwert besitzen. Auch hierzulande träumen viele Teichbesitzer davon, einmal diese großen, schön gefärbten Karpfen in ihrem Teich zu ziehen, als Geldanlage sind sie ebenfalls durchaus interessant. Für ausgewachsene Kois zahlen Liebhaber oft viele Tausend Euro, das hängt allerdings von der Art, der Form und vor allem von der Farbe und den Flecken ab. In Japan sind beispielsweise rote Kois mit weißen Flecken sehr begehrt, da sie an die japanische Flagge erinnern. Der Asagikoi, der eine hellblaue Färbung hat, ist wegen seiner Bedeutung als Bringer von Harmonie sehr gefragt, der Bekkokoi steht für Glück.

Kois kommen ursprünglich aus China und Japan, das Wort Koi ist die japanische Bezeichnung für Karpfen. Es gibt sie in den unterschiedlichsten Variationen, manche sind nur teilweise geschuppt, andere haben verschiedene Färbungen und Flecken. Junge Fische sind meist schon recht günstig auf dem Markt erhältlich, allerdings überlebt der Großteil die Anfangsjahre leider nicht.

Der richtige Teich für die Koi-Haltung

Wer jetzt glaubt, er könne mal eben mit der Züchtung einiger Kois schnell ein Vermögen verdienen, der täuscht sich darüber hinweg, wie aufwendig die Aufzucht und Haltung von Kois ist. Zunächst wird ein großer Teich benötigt, der mindestens 1,50 Meter tief sein muss, damit die großen Fische darin überwintern können. Die Fische herauszufangen und im Keller in Bottichen über die kalte Jahreszeit zu bringen, ist nicht nur eine Tierquälerei, sondern bei Kois führt sie schnell zu gesundheitlichen Problemen. Der Teich sollte an einer Stelle liegen, die nicht zu starker Sonnenbestrahlung ausgesetzt sein darf, dennoch dürfen die Lichtverhältnisse nicht zu dunkel sein. Bei zu starker Sonne wachsen sonst zu viele Algen, die den Sauerstoff verbrauchen, an einem zu dunklem Standort gedeihen die für die Wasserqualität notwendigen Pflanzen nicht. Auch Nadelbäume dürfen nicht in der Nähe stehen, da die herabfallenden Nadeln das Wasser zu sauer machen. Von außen muss der Teich gegen Katzen und andere Tiere geschützt werden, die sonst die Kois fangen und töten könnten.

Wassertemperatur und Fütterung

Kois brauchen eine gleichbleibende Wassertemperatur, um zu wachsen und gesund zu bleiben. Schwankt diese, stellen sie das Wachstum ein. Das ist für Koibesitzer, die ihre Züchtungen verkaufen wollen, nicht wünschenswert, weil das den Preis mindert. Der Züchter muss deshalb die Temperatur ständig im Auge behalten. Ebenfalls nicht einfach ist die Fütterung. Kois fressen, so lange sie Nahrung finden, und neigen deshalb zur Überfütterung. Ein ausgeklügeltes Fütterungssystem, das nur die wirklich benötigten Mengen bereitstellt, gehört deshalb ebenso zu einer guten Koihaltung.

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